Startseite · News Archiv · Links · Chroniken VfR Mai 24 2017 02:29:50
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Flüchtlinge in Sinnersdorf

Wir informieren zur Flüchtlingssituation in Sinnersdorf

Am 09.11.2015 fand in der Horionschule eine Elternversammlung statt, an der erfreulicherweise auch viele Nichteltern teilgenommen haben. Schnell wurde hierbei klar, dass bei aller Hilfsbereitschaft viele Eltern verständlicherweise in großer Sorge um ihre Kinder sind. Viele Punkte wurden im Verlauf des Abends angesprochen, vieles konnte ausgeräumt oder zumindest erklärt werden. Wenn auch sicher nicht bei jedem Teilnehmer alle vorhandenen Bedenken zerstreut werden konnten.

Die Einladung zu diesem Abend kam von der Schulleitung und der Schulpflegschaft der Horionschule, Herr Herpel von der Stadt Pulheim hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, Rede und Antwort zu stehen.

Und auch die IG möchte ihren Teil dazu beitragen, für möglichst viel Transparenz zu sorgen und zumindest einige Fragen zu beantworten und Gerüchte zu entkräften.

 

Und hier die wichtigsten Informationen aus diesem Gespräch:

Bis voraussichtlich Ende Mai werden je Monat 30 Flüchtlinge zusätzlich in Pulheim erwartet.

Die Flüchtlinge waren allesamt bereits in einer Erstaufnahmestation und wurden dort registriert und ärztlich untersucht

Sie halten sich bereits geraume Zeit in Deutschland auf, und bekamen eine mehrsprachige Info-Broschüre.

Die Verantwortlichen der Stadt Pulheim bekommen jeweils ca. 3 Tage im Voraus eine Info, dass und wie viele Flüchtlinge zu erwarten sind.

Unbeantwortet bleibt die Frage nach Geschlecht und Alter, die Stadt hat hier keinen Einfluss.

Die Flüchtlinge werden auf die vorhandenen Unterkünfte in Pulheim verteilt, und erwarten dort ihren Asylbescheid

Bis zu 60 Personen werden in die Turnhalle einziehen, im ersten Rutsch sollen 15 kommen.

Die Turnhalle ist vorbereitet, der Hallenboden wurde abgedeckt, 60 Betten wurden aufgestellt und Schlafabteile geschaffen.

Permanent im Gebäude verbleibt eine Security-Kraft als Ansprechpartner und um Hilfestellung zu leisten, eine weitere Security-Kraft ist ständig anwesend.

Die Security-Kräfte üben das Hausrecht in der Halle aus.

Die Flüchtlinge sind finanziell ausgestattet und versorgen sich größtenteils selber, in der ersten Phase ist ein Catering-Unternehmen beauftragt, Speisen anzuliefern.

In der Turnhalle werden Waschmaschine und Kühlschränke zur Verfügung stehen, zurzeit wird noch die Belastbarkeit der vorhandenen Stromleitungen geprüft.

Das Areal um die Turnhalle wird mittels Bauzäunen abgesperrt, so dass die Flüchtlinge ein separates Areal im Freien genießen können, jedoch keinen Zugang zum Schulhof haben.

Diese Zäune werden nicht mit Folien versehen, sondern bleiben nach reiflicher Abwägung aus guten Gründen offen, also durchsichtig.

Der komplette Ablauf der OGS bleibt davon ebenso unberührt wie der Schulalltag.

Flüchtlingskinder unterliegen grundsätzlich der Schulpflicht und werden in den Schulen unterrichtet, in diesem besonderen Fall entfällt die sonst übliche Schuleingangsuntersuchung.

Die Schulkinder der Horionschule werden von ihren Lehrern auf die neue Situation eingestimmt und vorbereitet.

Da der Schulsport nicht in der Turnhalle fortgeführt werden kann, wurde hier bereits nach Optionen gesucht. Eine Lösung könnte sich mit dem Sportlife abzeichnen, die hier unbürokratisch geholfen haben. Obwohl die Verträge bislang noch nicht endgültig unterzeichnet sind, werden die ersten Sportstunden bereits hier durchgeführt. Die Wege zum/vom Sportlife sowie der Sportbetrieb dort sind durch die Schule versichert.

Laut Herrn Herpel sind alle bislang in Pulheim aufgenommene Flüchtlinge unauffällig. Es wurden weder Übergriffe jedweder Art, noch Müllansammlungen festgestellt

Obwohl die Mitarbeiter der Stadt viele Gespräche über Mietwohnungen führen, dauert dies seine Zeit.

Darüber hinaus gibt es Überlegungen, ungenutzte Unterkünfte für Erntehelfer zu belegen, und im Bereich hinter dem Hallenbad werden neue Unterkünfte errichtet. Aber auch das geht nicht von heute auf morgen. Daher wird die Turnhalle in Sinnersdorf wohl nicht die letzte bleiben, die als Übergangsquartier genutzt werden muss.

Weitere Turnhallen werden zurzeit auf Sicherheit und technische Voraussetzungen überprüft und nachgerüstet.

Es wurde angeregt, eine öffentliche Info-Veranstaltung zu diesem Thema anzubieten, wir halten Sie/Euch selbstverständlich auch da auf dem Laufenden.

Bei allem gut gemeintem Engagement: Da noch keine Informationen vorliegen, wer denn nun wann kommt, wird gebeten, erstmal von Spenden abzusehen. Entsprechende Informationen, was wann notwendig ist, ergehen rechtzeitig.

Fragen und Anregungen unserer Mitglieder koordiniert die IG Sinnersdorfer Ortsvereine, den Kontakt zur Stadt hält Maria Budelsky. Ein städtischer Ansprechpartner wird noch „installiert“.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Otten

IG Sinnersdorfer Ortsvereine

 

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